Freddy Quinn - Der SängerEr ist heute schon eine musikalische Legende! Denn was er gesungen und zu Evergreens gemacht hat, trifft immer noch mitten in Herz und Seele ganzer Generationen. Längst sind seine Lieder Klassiker. Millionen Menschen kennen und mögen sie. Weil sie genau das reflektieren, was in unserer kalten Beton- und Computerwelt so rar geworden ist: Gefühl, Wärme, Romantik, Träume und Sehnsucht. Erinnern wir uns: Als Freddy in den 50er Jahren auf St.-Pauli entdeckt wurde, ging am deutschen Musikhimmel ein Stern auf. Denn sein "Heimweh" (auch bekannt unter 'Brennend heißer Wüstensand', 'Dort wo die Blumen blühn' und 'Schön war die Zeit') begeisterte die ganze Nation. 38 Wochen lang platzierte sich dieses Lied in den Charts. Auch in Benelux, Dänemark, Österreich und in der Schweiz wurde sein "Heimweh" zum absoluten Renner. Eine Sensation! Und diese Sensation hat im Jahr 2006 50-jähriges Jubiläum. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!! Natürlich im Rahmen weiterer Galakonzerte mit seinem großen Orchester. "Heimweh" wurde im Februar 1956 produziert und landete bereits im Mai auf Platz 1 der deutschen Hitparade, und ein paar Wochen danach war die erste Million verkauft. Die zweite Million dieses Titels ging wenig später über die Ladentische. Und es blieb bekanntermaßen nicht bei diesem einen Megahit. Viele weitere sollten folgen. Und auch sie schossen wie Raketen in die Hitlisten. Seine spanisch-deutsche Version von "La Paloma" wurde von den Fernsehzuschauern der ARD im September 2003 per Ted-Umfrage zum Jahrhunderthit der Deutschen gewählt und erreichte im Rahmen einer großen Chor-Aktion des Norddeutschen Rundfunks im Mai 2004 den Eintrag ins offizielle GUINESS-BUCH DER REKORDE. FREDDY QUINN - ein Star der SuperlativeMit über 50 Millionen verkaufter Schallplatten; Singles, LPs, MCs und CDs. Aber auch mit zahllosen Konzerten und Tourneen (die erste bereits 1956) im In- und Ausland. Wenn er angekündigt wird, gibt es durchweg volle Häuser. Selbst die weltberühmte New Yorker Carnegie Hall war 1981 ausverkauft. Und als das Konzert zu Ende ging und er seine Zugaben sang, erhoben sich die Besucher zur "Standing Ovation". Wie immer und überall. Ehrung für einen großen Interpreten. FREDDY QUINN - der LeinwandstarWas immer er auch anfasste, geriet zum Erfolg. Zum Beispiel beim Film. Seine Popularität war dermaßen groß, dass ihm namhafte Produzenten Hauptrollen anboten. Und zwar in 13 großen Spielfilmen! Topstars wie Vera Tschechowa, Heinz Reincke und Gustav Knuth wurden seine Partner. Die Kinokassen klingelten. Drei Filme (mit ihm in der Hauptrolle und als Namensträger - siehe letzte Seite) wurden als die 'erfolgreichsten des Jahres' ausgezeichnet. Freddy Quinn machte sich auch in diesem Metier einen Namen - und holte Hollywoodstars wie Jayne Mansfield und Mamie van Dooren für seine Filme nach Deutschland. In regelmäßiger Folge werden seine Filme auch heute noch von den Fernsehanstalten gesendet, und das ganz besonders im Jahr 2006 zu seinem 75. Geburtstag!! FREDDY QUINN - der TheaterschauspielerEs war im Jahre 1962. Im Hamburger Operettenhaus drohten die Lichter auszugehen. Der bekannte Regisseur Karl Vibach wollte dieses Theater retten und engagierte Freddy Quinn für die Hauptrolle in "Heimweh nach St.-Pauli". Ein grandioser Erfolg. 600mal wurde das Stück in Hamburg, Berlin, Wien und München aufgeführt. Und Freddy Quinn war nun auch auf der Bühne ein Star. Fortan spielte er die unterschiedlichsten Rollen. So den Pistolen-Jimmy im "Prärie-Saloon", Zirkusdirektor Obolski in "Feuerwerk", Graf Orlowsky in der "Fledermaus", den König in "The King And I" und Pater Don Silvestro in dem internationalen Musical "Beyond The Rainbow". Mit diesem Stück gastierte er, der fließend Englisch, Spanisch, Italienisch, Französich, Holländisch und Finnisch spricht und in 12 Sprachen singt, sogar im traditionsreichen "Royal Adelphi Theatre" in London. Und zwar in englischer Sprache! Auch in "Der Junge von St.-Pauli", "Man ist so jung, wie man sich fühlt" und "Charley's Tante" spielte er die Hauptrolle. Außerdem war er der erste Darsteller, der die Bühnenfigur des legendären P.T. Barnum in dem Broadway-Musical "Barnum" von Cy Coleman in deutscher Sprache verkörperte. Dem Theater, seiner großen Leidenschaft, ist er bis in die jüngste Gegenwart treugeblieben. Das Musical "Große Freiheit Nr. 7" wurde mit Freddy Quinn in der Hauptrolle bisher über 500 mal aufgeführt und ist inzwischen nicht nur ein Dauerbrenner sondern längst zu einem "Kult-Stück" avanziert. Bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg übernahm er 1993 und 1994 die Rolle des "berühmten Westmanns" Sam Hawkins. Ende 2003 stand Freddy Quinn wieder vor Filmkameras für eine ARD-Folge "In aller Freundschaft" und für die Rolle des "Ottensen" in dem Fernsehfilm "Erbin mit Herz", den ORF und ARD Ende 2004 ausstrahlten. FREDDY QUINN - der ArtistEr liebt Zirkusluft über alles. In der ZDF-Sendung "Arena der Sensationen" in der Dortmunder Westfalenhalle ging er übers 18 Meter hohe Seil - ohne Netz! In Wien 'ritt' er in einem Raubtierkäfig einen Löwen, der auf einer Schaukel stand. Sein Mut und sein Können finden in Artistenkreisen höchste Anerkennung. Fürst Rainier von Monaco zeichnete ihn für seine großen circensischen Leistungen mit einer Medaille aus, dem Zirkus-Oscar. Warum er das Risiko nicht scheut? Freddy Quinn: "Mein ganzes Alibi ist die Freude, mit Artisten zusammenarbeiten zu können. Außerdem: In meinem Leben muss es ein bisschen kribbeln". Am 21. September 2001 erhielt Freddy Quinn in Berlin aus der Hand der Kultur- und Wissenschaftsministerin Frau Prof. Dr. Johanne Wanka die Ehrenmedaille der Artistik in Gold. Freddy Quinn - der FernsehmoderatorZu seinen spektakulären Karriere-Höhepunkten gehörten 1976/77 die großen Fernsehshows mit Bert Kaempfert und seinem Orchester. Doch Freddy Quinn sang nicht nur, sondern moderierte auch die Konzerte. Diese Entertainer-Qualitäten stellte er später noch oft unter Beweis. Zum Beispiel in der TV-Serie "It's Country Time", zu der er Weltstars wie Johnny Cash, Dave Dudley, Ken Curtis, Emmylou Harris und viele andere einlud. Auch präsentierte er die Fernsehreihen "Zirkus, Zirkus", "Meine Freunde, die Artisten" und "Manegen der Welt". Seit mehr als vier Jahrzehnten steht Freddy Quinn im Scheinwerferlicht. Er hat unendlich viel erreicht. Weil er Disziplin hat und sich immer wieder von neuem gern und freiwillig unters eigene Joch beugt. Denn das Leben hat ihm nichts geschenkt. Nichts ist ihm in den Schoß gefallen. Aber er hat früh gelernt, die Ärmel hochzukrempeln. So boxte er sich durch. Gibt es noch Träume für ihn? Er sagt: "Jeder Mensch, jeder Künstler hat Träume, die nie wahr werden. Aber ich versuche, Realist zu bleiben und nur an Dinge zu denken, die im Bereich des Möglichen liegen. So soll es auch künftig bleiben. Für mich ist es das Schönste, meinem Publikum Freude zu bereiten. Einen Schlusspunkt für meinen Beruf, den ich über alles liebe, habe ich mir nicht gesetzt. Den bestimmt ein anderer." Doch zunächst werden wir am 27. September 2009 erst einmal seinen 78sten Geburtstag feiern!
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